Case Study Init7

Näher am Netz, näher am Kunden

Wenn ein Kernrouter ausfällt und kein eigener Techniker vor Ort ist, entscheidet eine einzige Frage über die Länge des Ausfalls: Wer nimmt ab? Init7, ein erfolgreicher Internetanbieter der Schweiz, hat diese Frage zu einem wichtigen Selektionskriterium für seine Rechenzentrumspartner gemacht. Die Antwort führte das Unternehmen zu Portus Data Centers und zu einer Zusammenarbeit, die zeigt, was regionale Edge-Colocation-Standorte leisten können.

Init7 Logo.

Customer: Init7

Branche: Internet Service Provider
Anwendungsfall: Internetdienste, Access Services, Backbone-Infrastruktur

Seit gut 25 Jahren ist Init7 als unabhängiger Winterthurer Internetprovider im nationalen und internationalen Markt für Privat- und Geschäftskunden tätig. Eine Erfolgsgeschichte: Das Unternehmen erreichte zum achten Mal in Folge den begehrten Platz 1 des Bilanz Telekom Ratings in der Kategorie „Bester Internet-Provider Privatkunden“.

96 Prozent aller Punkt-zu-Punkt-Glasfaserverbindungen in der Schweiz laufen in erster Ebene über Infrastruktur, die Init7 direkt betreibt oder verwaltet. Das ist der Kern eines Geschäftsmodells, das auf physischer Kontrolle des Netzes basiert. Rund 40 Kern-PoPs in Rechenzentren und 406 Zugangs-PoPs in Vermittlungsstellen bilden das Rückgrat eines unabhängigen IP-Backbones, über das Privat- und Geschäftskunden mit Bandbreiten von 1G bis 100G versorgt werden.

Init7 ist überall im Netz präsent, aber nicht überall mit eigenem Personal. Remote Hands – also verlässliches, fachkundiges Personal des jeweiligen Rechenzentrumsbetreibers – ist eine operative Grundvoraussetzung. Und genau hier beginnt die eigentliche Geschichte der Zusammenarbeit mit Portus Data Centers.

Ein Netz, das der Schweiz gehört

Init7 versteht sich als Eyeball-Netzwerk: Das Ziel ist, den Datenverkehr so lokal wie möglich zu halten, Umwege zu minimieren und Latenz als Qualitätsmerkmal ernst zu nehmen. Wer für seine Endkunden Leitungen mit bestimmten Gigabit-Geschwindigkeiten verspricht, kann es sich nicht leisten, dass Datenpakete unnötig weite Wege zurücklegen, bevor sie ihr Ziel erreichen. 

Konsequenz dieser Philosophie ist eine dezentrale Infrastruktur: Kernrouter an regionalen Standorten, Peering-Verbindungen möglichst nah am Endpunkt, Austauschverbindungen über lokale Internet-Exchanges. Edge-Colocation ist für Init7 deshalb die logische Übersetzung des Netzwerkdesigns in eine physische Standortstrategie.

Hinzu kommt ein bewusster Ansatz zur Risikodiversifikation: Init7 verteilt seine PoP-Infrastruktur gezielt auf mehrere regionale Anbieter, um Risiken zu vermeiden und Abhängigkeiten zu begrenzen.

Das Problem mit großen Rechenzentrumsanbietern

Wer jahrelang mit großen, international agierenden Rechenzentrumsbetreibern zu tun hat, entwickelt ein feines Gespür für systemische Schwächen. Viele große Rechenzentrumsanbieter haben ihre Prozesse stark standardisiert, oft nicht zum Vorteil des Endkunden. Anita Meyer, Head of Network and Infrastructure bei Init7, verfügt über eine 14-jährige Erfahrung bei der Aushandlung von Colocation-Verträgen und hat bei zahlreichen Anbietern immer wiederkehrende Muster gesehen. 

Verträge mit automatischen Preissteigerungsklauseln, deren Logik sich dem Kunden kaum erschließt. Support, der ausschließlich über formale Ticketsysteme läuft, selbst für einfachste physische Aufgaben wie das Entsorgen von Hardware. Und mangelnde Spielräume für Kundenanforderungen jenseits des Standardkatalogs.

Flexibilität, beste Konnektivität und vollständige Kontrolle

Nach einer gründlichen Bewertung der Leistungen und Vertragsbedingungen bei mehreren Anbietern fiel bei Init7 die Entscheidung für den Colocation-Rechenzentrumsbetreiber Portus Data Centers. Dies basierte auf mehreren Gründen:

Erstens: Reaktionsgeschwindigkeit. Die regionalen Strukturen bedeuten niedrige Latenzen und kürzere Entscheidungswege und das zeigt sich spürbar, wenn es schnell gehen muss. Zweitens: Flexibilität. Anforderungen, die außerhalb des Standardkatalogs liegen, lassen sich mit einem regionalen Partner konstruktiv lösen. Drittens: Kostentransparenz. Es gibt keine jährlichen Preissteigerungen und keine undurchsichtigen Gebührenstrukturen. Viertens: Verlässlichkeit. Portus Data Centers ist ein fester Ansprechpartner, der Zusagen einhält und im Störungsfall erreichbar bleibt. Dies ist für einen Internetprovider wie Init7 in kritischen Situationen unabdingbar.

„Persönlich schätze ich es sehr, einen vertrauenswürdigen Ansprechpartner zu haben, auf dessen Wort Verlass ist, anstatt jährlich unerklärliche Preiserhöhungen hinzunehmen.“ 

Anita Meyer, Head of Network and Infrastructure.

Portus Data Centers bietet dem Internetprovider zudem etwas, das klassische Hyperscaler-Modelle nicht können: die vollständige Hoheit über die eigene Hardware bei gleichzeitiger Nutzung einer professionellen Rechenzentrumsumgebung. Im Rechenzentrum von Portus Data Centers wird die eigene Infrastruktur in einem Umfeld betrieben, das speziell auf die Bedürfnisse geschäftskritischer Anwendungen ausgerichtet ist: mit redundanter Stromversorgung, effizienten Kühllösungen und einer stabilen Netzwerkanbindung, die auch bei hoher Auslastung zuverlässig funktioniert.

Maßgefertigtes Kabel, echter Mehrwert

Wie ein Anbieter sich im Störungsfall verhält, zeigt sich erst, wenn es darauf ankommt. Während eines kritischen Zwischenfalls bei Init7 blieb Portus Data Centers über die gesamte Dauer des Ausfalls mit einem festen Ansprechpartner erreichbar. Kein Wechsel im Support-Team, kein Verlust des Kontexts, kein erneutes Erklären der Situation. Für längere Störungen, bei denen Druck und Informationsbedarf steigen, ist diese Kontinuität goldwert.

In einem weiteren Fall zeigte das Portus-Team seine Expertise und Flexibilität erneut: Als für eine spezifische Verbindung ein nicht-standardisiertes Konsolenkabel benötigt wurde, fertigte das Technikteam es direkt vor Ort an. Die Alternative – externer Bestellprozess, Lieferzeit, weiterer Ausfall – war damit schnell vom Tisch.

„Wenn man in einer schwierigen Situation auf lokalen Support angewiesen ist, möchte man den bestmöglichen Partner an seiner Seite wissen. Nach unserer Erfahrung erfüllt Portus diese Erwartung in vollem Umfang.“

Anita Meyer, Head of Network and Infrastructure. 

Fazit: Regionalität als strategischer Vorteil

Die Zusammenarbeit zwischen Init7 und Portus Data Centers zeigt, dass es bei Colocation nicht nur um Technik, sondern auch um Nähe, Verlässlichkeit und gelebten Support geht. Edge-Standorte mit regionalen Anbietern sind für ein latenzkritisches Glasfasernetz wie das von Init7 strategisch sinnvoller als zentralisierte Hyperscaler: Kurze Wege senken Latenz und Ausfallzeiten. Wer kritische Infrastruktur betreibt, kann sich anonyme Prozesse und globale Abhängigkeiten weder im Cloud- noch im Rechenzentrumsumfeld leisten. Zudem hat Init7 mit Portus Data Centers einen Colocation-Partner gewonnen, der den steigenden Ansprüchen an Skalierbarkeit, Verfügbarkeit und Sicherheit gerecht wird.